Ostern ein heidnisches Fest?!

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Ostern – ein heidnisches Fest? Die germanische Göttin Ostara und ihre Bräuche

Viele verbinden Ostern heute vor allem mit Eiern, Hasen und kirchlichen Ritualen. Doch die Wurzeln dieses Frühlingsfestes führen weit zurück – in die heidnische germanische Tradition, zu der Göttin Ostara.

 

Ostara – die Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit

Ostara (auch Ēostre genannt) ist eine germanische Göttin, die Frühling, Licht und Neubeginn symbolisierte. Sie brachte Wärme nach den langen Wintermonaten und sorgte dafür, dass die Natur wieder erblühte.

In alten Quellen wird sie oft als junge, leuchtende Frau dargestellt, manchmal mit Symbolen wie:

·         Hase oder Kaninchen – Fruchtbarkeit und neue Lebenskraft

·         Eier – Zeichen der Wiedergeburt und des Lebens

·         Frühlingsblumen – wie Narzissen oder Osterglocken

 

Die Bräuche des Ostara-Festes

Das Fest zu Ehren von Ostara wurde um die Frühlingstagundnachtgleiche gefeiert, also ungefähr zwischen dem 20. und 23. März, wenn Tag und Nacht gleich lang sind.

Typische Bräuche waren:

·         Feuer anzünden – um die Sonne willkommen zu heißen

·         Eier färben und verschenken – Symbol für Fruchtbarkeit und Neubeginn

·         Frühlingsopfer in der Natur – Blumen, Kräuter oder kleine Gaben, um die Erde zu ehren

Die Feier richtete sich stark nach dem Rhythmus der Natur und Mondphasen, nicht nach einem festen Kalenderdatum.

 

Ostara und Ostern – der Unterschied in der Datierung

Während Ostara nach astronomischen Ereignissen wie der Tagundnachtgleiche bestimmt wurde, richtet sich das heutige Ostern nach dem Mondkalender:

·         Ostern fällt auf den ersten Sonntag nach dem Vollmond nach dem Frühlingsanfang.

·         Deshalb ist das Datum beweglich – mal im März, mal im April.

Auch Ostara hatte kein festes Datum, weil das Fest nach den natürlichen Zyklen von Sonne und Mond ausgerichtet war.

 

Von Ostara zum christlichen Osterfest

Mit der Christianisierung Europas wurden viele heidnische Feste umgedeutet, statt abgeschafft:

·         Ostara wurde mit Auferstehung und Neubeginn Jesu Christi verschmolzen.

·         Traditionen wie Ostereier, Frühlingsfeuer und Hasen blieben erhalten, wurden aber christlich interpretiert.

So entstand das Osterfest, wie wir es heute kennen – ein faszinierender Mix aus heidnischer Naturreligion und christlicher Symbolik.

Ostern ist mehr als nur ein Feiertag – es ist ein Fest des Neubeginns, des Lichts und der Fruchtbarkeit, dessen Wurzeln tief in der germanischen Kultur liegen. Wer Ostara feiert, ehrt die Zyklen der Natur, die Göttin des Frühlings und die Magie des Lebens.